Dienstag, 21.04.2026

Mit 375 Gramm ins Leben: Sehr kleines Frühgeborenes aus St. Franziskus-Hospital entlassen

Gerade einmal 375 Gramm wog der kleine Osmanol, als er am 19.09.2025 im St. Franziskus-Hospital auf die Welt kam. Das winzige Frühchen kämpfte sich durch und konnte vier Monate später nach Hause entlassen werden. Bei der Nachsorge im Hospital freute sich sein behandelndes Team nun über ein Wiedersehen.

Die Eltern Nertila Jorgji und Orgest Malka mit ihrem Sohn Osmanol, der mit einem Geburtsgewicht von nur 375 Gramm zur Welt kam. Dr. Meike Franssen (links), Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Franziskus-Hospital, und Pränatalmedizinerin Iris van Deest freuen sich mit den Eltern über die gute Entwicklung des kleinen Frühchens.

„Wir behandeln viele auch sehr kleine Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1250 Gramm“, sagt Dr. Meike Franssen, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Franziskus Hospital. „Aber Kinder unter 400 Gramm sind auch für uns sehr selten.“ Umso mehr freuen sich Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal darüber, dass der kleine Junge nun in gutem Zustand in seiner Familie in Warendorf angekommen ist.

Weil ihr Kind im Ultraschall zu klein schien, kam Nertila Jorgji im September 2025 zu einem ausführlichen Organscreening in die Praxis der Pränatalmedizin am Bült. Dort stellte Iris van Deest eine Plazentainsuffizienz fest: „Das Kind war stark unterversorgt und seine Entwicklung verlangsamt“, so die Pränatalmedizinerin. „Da müssen wir dann sehr schnell handeln.“ Nur zwei Tage später, in der Schwangerschaftswoche 24+3, wurde der kleine Osmanol im St. Franziskus-Hospital auf die Welt geholt.

„Ich staune noch immer jedes Mal, wenn ich ihn ansehe“, sagt Mutter Nertila Jorgji. „Er wog so viel wie eineinhalb Päckchen Butter – es ist unglaublich, was er geschafft hat.“ Und das ist wirklich nicht wenig: der Zustand des Jungen war gekennzeichnet von einem stetigen Auf- und Ab. Sein zarter Körper bekämpfte zwei Infektionen, die Gefäßentwicklung seiner unreifen Netzhaut bereitete Probleme. „Wir sind unendlich dankbar für die professionelle Versorgung und die liebevolle und zugewandte Betreuung in dieser Zeit“, so Jorgji.

Im St. Franziskus-Hospital ist man auch auf sehr frühe Frühgeburten vorbereitet: Als zertifiziertes Perinatalzentrum Level 1 bietet das St. Franziskus-Hospital Müttern und Babys die höchste Versorgungsstufe und betreut auch schon die allerkleinsten Frühgeborenen ab der Lebensfähigkeit.

Seit Mitte Januar ist die kleine Familie aus Albanien nun zuhause vereint. Noch begleiten Nachsorgetermine, Physiotherapie und anstehende Untersuchungen ihren Alltag. Der kleine Osmanol ist aber nach seinem schwierigen Start nun auf einem guten Weg ins Leben.